Um es gleich vorwegzuschicken: Es geht nicht darum die Kooperationsschule in Frage zu stellen, sondern darum, was sie der Stadt Langenzenn kosten soll und ob es nicht weit kostengünstigere Alternativen gäbe.
Gerade aus meiner beruflichen Erfahrung als Hauptschullehrer heraus begrüße ich jeden Schritt, der das bayerische Schulsystem endlich etwas durchlässiger macht, und so unseren Kindern und Jugendlichen mehr schulische und später berufliche Möglichkeiten bietet, statt sie immer mehr in eine Schublade zu stecken, aus der sie, wenn überhaupt, nur mit einem immensen Aufwand und das meist in reiner Eigenleistung herauskommen. Dass durchlässigere Schulsysteme besser funktionieren, haben die Studien der letzten Jahre bereits anschaulich belegt. Ich selbst habe bereits auch in nichtstaatlichen Schulen hospitiert und unterrichtet, die vergleichbare Öffnungen zugelassen haben und dabei entsprechende Erfolge erzielt haben. Sowohl die GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft) als auch die SPD, deren Mitglied ich jeweils bin, befürworten die Kooperationsklasse und kämpfen seit Jahren für eine Reform unseres Schulsystems. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist getan und wenn er in Langenzenn mit vollzogen werden kann, dann unterstütze ich als Ortsvereinsvorsitzender der Langenzenner SPD diesen Weg, der ja nicht zuletzt durch die Stimmen unserer SPD-Kreisräte ermöglicht wurde.
Mittlerweile habe ich jedoch nach dem, was ich in den öffentlichen Teilen einiger Stadtrats- und Ausschusssitzungen hören und in den Sitzungsprotokollen lesen konnte, (weiterlesen…)